Beiträge durchsuchen

KFZ-Leasing

Leasing von Kraftfahrzeugen

Das Leasing von Kraftfahrzeugen ist der eindeutige Gewinner der Entwicklung in den letzten Jahren. Mittlerweile werden in Deutschland rund ein Viertel aller Neuwagen nicht mehr gekauft, sondern über längere Zeit gemietet, dass heißt geleast. Diese Zahl stellt jedoch noch lange nicht das Ende der Fahnenstange dar. Experten rechnen mit einem weiteren Zuwachs in den nächsten Jahren, so dass das Leasing von Kraftfahrzeugen in naher Zukunft rund die Hälfte aller Fahrzeugfinanzierungen ausmachen könnte.

Was macht das Leasing so beliebt?

Die Autos werden immer teurer. Wer also ein Fahrzeug erwerben möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Hinzu kommt, dass viele Fahrzeuge aufgrund der immer schneller werdenden Modellwechsel rasch an Wert verlieren, so dass diese sich später nur zu einem relativ geringen Preis wieder veräußern lassen. Da fragt man sich, warum man unter diesen Umständen überhaupt noch ein Auto kaufen sollte. Man muss es ja auch nicht, denn als Alternative steht das Leasing mittlerweile an erster Stelle. Die Funktionsweise des Kfz-Leasing ist dabei ganz einfach: In den meisten Leasingangeboten ist festgelegt, dass der Kunde zunächst eine Anzahlung leisten muss (auch als „Leasingsonderzahlung“ bezeichnet), danach zahlt er über einen bestimmten Zeitraum stets gleichbleibende, monatliche Leasingraten. Eine Standardlaufzeit bei solchen Leasingverträgen ist 36 Monate. Nach Ablauf dieser Zeit gibt der Kunde das Fahrzeug einfach wieder an den Händler beziehungsweise die Leasinggesellschaft zurück und hat fortan diesbezüglich keinerlei Verpflichtungen mehr. Bei vielen Leasinggesellschaften steht es ihm jedoch frei, das Fahrzeug nach Ablauf der Leasingdauer zu kaufen beziehungsweise über eine Ratenfinanzierung zu erwerben.

Für die Leasinggesellschaften ist es allerdings gar nicht so einfach, auf ihre Kosten zu kommen. Es muss vorher genau bestimmt werden, welchen Wert das Fahrzeug nach Ablauf der Leasingdauer noch hat, um die Höhe der Sonderzahlung sowie die monatliche Ratenhöhe exakt festlegen zu können. Um dies zu erreichen, gibt es zwei verschiedene Wege, die wir nachfolgend kurz vorstellen möchten.

Restwertleasing

Eine in der Vergangenheit etwas in Verruf geratene Variante des Kfz-Leasings ist das so genannte Restwertleasing. Der Grundgedanke ist einfach zu verstehen: Die Leasinggesellschaft legt zunächst einen Restwert fest, den das Fahrzeug nach Ablauf der Leasingdauer aufweisen muss. Ist das Ende der Leasingdauer erreicht, wird für das Fahrzeug ein Wertgutachten angefertigt, welches den genauen Restwert ermittelt. Idealerweise stimmt dieser Wert genau mit dem durch die Leasinggesellschaft festgelegten Wert überein.

Vorteil des Restwertleasing

Stellt sich jedoch heraus, dass der Restwert des Fahrzeugs höher ist, muss die Leasinggesellschaft die Differenz an den Kunden zurückzahlen. Das gilt allerdings auch im umgekehrten Fall. Wenn das Fahrzeug also weniger wert ist, als von der Leasinggesellschaft festgelegt, muss der Kunde die Differenz zahlen.

Nachteil des Restwertleasing

In Verruf geraten ist das Restwertleasing, da man in der Regel im Vorhinein nicht genau bestimmen kann, welchen Wert ein Fahrzeug in ein paar Jahren noch hat. Zwar hängt dies einerseits vom Pflegezustand und der Kilometerleistung sowie weiteren Faktoren ab, andererseits bestimmen aber auch Entwicklungen im gesamten Automobilbereich mit über den Restwert von Fahrzeugen. Auf diese Entwicklungen hat der Kunde jedoch keinen Einfluss. Beim Restwertleasing besteht für den Kunden als immer die Gefahr, dass er nach Ablauf der Leasingdauer eine größere Summe an den Leasinggeber zahlen muss, wenn das Fahrzeug nicht dem vordefinierten Restwert entspricht.

Kilometerleasing

Das Kilometerleasing ist die heute mit Abstand am meisten genutzte Variante des Kfz-Leasings. Hierbei wird kein genauer Restwert für das Fahrzeug festgelegt, sondern der Leasinggeber gewährt dem Kunden eine gewisse Anzahl an zu fahrenden Kilometern während der gesamten Leasingdauer. Das können zum Beispiel 10.000 Kilometer pro Jahr sein.

Fährt der Kunde mehr, muss er für jeden dieser mehr gefahrenen Kilometer nach Ablauf der Leasingdauer einen bestimmten Betrag an die Leasinggesellschaft zahlen. Fährt er weniger, bekommt er einen ebenso festgelegten Betrag pro eingespartem Kilometer durch den Leasinggeber erstattet.

Das große Plus des Restwertleasings ist, dass sich die eventuell anfallenden Zusatzkosten hierbei viel besser berechnen lassen. Der Kunde hat stets den Überblick darüber, wie viele Kilometer er noch nach seinem Leasingvertrag frei hat, beziehungsweise welche Kosten auf ihn zukommen, wenn er das Fahrzeug noch weiter bewegt. So besteht nicht die Gefahr, dass bei Ablauf des Leasingvertrags eine Rechnung auf den Kunden zukommt, mit deren Höhe er nie und nimmer gerechnet hätte.