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Auto über die Hausbank finanzieren

KFZ-Kredit über die Hausbank

Das Verhältnis zur eigenen Hausbank ist oft über Jahre oder gar Jahrzehnte gewachsen und damit besonders vertrauensvoll und eng. Viele Menschen kennen ihren Bankberater bei der Hausbank schon fast ebenso lange, wie sie dort ein Konto betreiben. So ergibt es sich, dass auch für die Finanzierung eines Automobils der erste Weg vieler Kunden oft zur eigenen Hausbank führt. Dabei sollten Sie sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Sie beim Gang zur Hausbank weder mit besonderer Flexibilität bei der Finanzierungsgestaltung, noch mit besonders günstigen Zinskonditionen rechnen können. Die Finanzierung des Wunschfahrzeugs über die Hausbank läuft fast immer über einen herkömmlichen Ratenkredit ab. Dabei ist der komplette Kaufpreis des Fahrzeugs die Kreditsumme, welche anschließend in monatlichen Raten an die Hausbank zurückgezahlt wird.

Zinsen bei der Kfz-Finanzierung über die Hausbank

Die Zinsen für einen solchen Ratenkredit zur Kfz-Finanzierung können durchaus zwischen fünf und zehn Prozent liegen. Im Vergleich dazu bieten spezialisierte Autobanken, die meist den großen Autoherstellern angeschlossen sind, oft Finanzierungsmodelle an, bei denen lediglich ein oder zwei Prozent Zinsen fällig werden.

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Diese Umstände sind allerdings nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite genießen Sie bei der Verhandlung über den Fahrzeugpreis beim Händler eindeutig Vorteile, wenn Sie in Aussicht stellen können, das Fahrzeug komplett in bar in einem Betrag zu bezahlen. Preisnachlässe von 20 bis 25 Prozent sind hierbei keine Seltenheit. Nun gilt es also herauszufinden, ob es für Sie günstiger ist, die etwas höheren Zinsen bei der Hausbank zu bezahlen und dafür einen satten Rabatt beim Kauf des Fahrzeugs zu erhalten, oder doch besser ein deutlich günstigeres Finanzierungsmodell bei der Händler- beziehungsweise Herstellerbank zu wählen.

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Klarheit verschaffen kann hier nur ein detaillierter Vergleich, der erst dann durchgeführt werden sollte, wenn Sie sich bereits auf ein Wunschfahrzeug festgelegt und für dieses den entsprechenden Preisnachlass beim Händler ausgehandelt haben. Einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt es darüber hinaus zwischen der Finanzierung über die Hausbank und der über eine Händler- beziehungsweise Herstellerbank. Bei Ihrer Hausbank nehmen Sie zur Finanzierung einen herkömmlichen Ratenkredit auf. Als Sicherheit für diesen Kredit dient in der Regel Ihr monatlicher Lohn- beziehungsweise Gehaltseingang. Meist wird in diesem Zuge auch noch eine Bonitätsprüfung durchgeführt, bei der z. B. die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ – kurz: Schufa – abgefragt wird. Dieses Unternehmen speicherten Daten von nahezu allen deutschen Bürgern, die volljährig sind und regelmäßig Geldgeschäfte tätigen.

Die Schufaauskunft bei der Kfz-Finanzierung

Können Kredite oder Finanzierungen einmal nicht mehr bedient werden und der Kunde gerät in Zahlungsschwierigkeiten, so werden diese nach festgelegten Kriterien in der persönlichen Schufa-Akte vermerkt. Andere Unternehmen können diese Akte einsehen und erhalten somit Anhaltspunkte darüber, ob es bei dieser Person in der Vergangenheit schon einmal Probleme beim Abzahlen von Krediten und anderen Verbindlichkeiten gab. Weil sich die Hausbank diesbezüglich absichert, ist sie in der Regel nicht daran interessiert, auch noch das Fahrzeug beziehungsweise dessen Brief als Sicherheit zu erhalten.

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Ganz anders bei der Finanzierung über eine Hersteller- oder Händlerbank. Zwar werden auch hierbei fast immer entsprechende Bonitätsauskünfte eingeholt, allerdings müssen Sie bei den meisten dieser Dienstleister als Sicherheit zusätzlich den Fahrzeugbrief für die Dauer der Finanzierung hinterlegen. Das bedeutet konkret: Die Händler- oder Herstellerbank bleibt so lange Besitzer Ihres Fahrzeugs, bis dieses komplett abbezahlt ist. Vielen ist dieser Umstand egal, allerdings sollten Sie sich dabei darüber im Klaren sein, dass es zum Beispiel Probleme geben könnte, wenn das Fahrzeug bereits während der Finanzierungsdauer wieder verkauft werden soll. Das könnte z. B. dann nötig werden, wenn sich die persönlichen finanziellen Verhältnisse deutlich verschlechtern, so dass mit dem Verkaufserlös für das Fahrzeug der restliche Finanzierungsbetrag auf einen Schlag abgezahlt werden soll. Liegt in diesem Fall der Fahrzeugbrief noch bei der Bank, ist ein Verkauf meist nicht möglich. Sie sehen also: Jede Finanzierungsform hat ihre individuellen Vor- und Nachteile. Daher ist es immens wichtig, zunächst die persönliche finanzielle Situation sowie die eigenen Vorstellungen und Wünsche ganz genau zu definieren, um dann das richtige Finanzierungsmodell zu finden.